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 Aktuelle Fotos finden Sie unter Bau aktuell

3d-Ansichten des Wiler Turms

Infos zum Wiler Turm
(von Holzbauingenieur Prof. J. Natterer)

Der Turm ist als schlanke Holzkonstruktion konzipiert und tritt aufgrund der Lage im Wald kaum in Erscheinung. Lediglich die oberste Aussichtsplattform ist zweckbedingt aus der Ferne sichtbar.

Die Aussichtsplattform auf 34 m Höhe ist überdacht. Die Gesamthöhe beträgt 37 m. Der Grundriss des Turms besteht aus einem gleichschenkligen Dreieck mit einer Schenkellänge von 12 m an der Basis. Diese Dreieck verjüngt sich bis zu einer Höhe von 17 m, um dann auf einer Höhe von 34 m wieder die ursprüngliche Grösse aufzuweisen. Die Verkehrs- und Windlasten werden über drei „X“-förmige Stützen abgetragen. Ein „X“ besteht dabei aus zwei oberen und zwei unteren Rundhölzern, die auf der Höhe der Zwischenplattform biegesteif miteinander verbunden werden. Die Lasten aus dem Dach werden von drei „W“-förmigen Fachwerken in den Aussenstützen eingetragen.

Der Kern des Turmes besteht aus einer doppelten Wendeltreppe, die sich spiralförmig über die ganze Höhe hinaufschraubt. Die Treppe weist zwei komplette, voneinander unabhängige Treppenläufe (Treppe zum Turm, Treppe vom Turm) von je 2.50 m Breite auf. Nach je 18 Trittstufen sind Zwischenpodeste vorgehen. Die Trittstufen aus Massivholz im Format 18 x 36 cm werden mittig an einer Metallspindel aufgereiht und verschraubt.

Ein öffentliches Anliegen von nationalem Interesse besteht unter anderem darin, der Öffentlichkeit die Bedeutung und den Zustand von Natur und Landschaft näher zu bringen. Mit dem Holz- und Aussichtsturm besteht der Zweck darin, neue Einblicke in die verschiedenen Elemente und Lebensräume zu vermitteln. Dabei soll das Verständnis u.a. auch von Bevölkerungsgruppen, die beim alltäglichen Blick in Natur und Landschaft kein Auge für die Belange der belebten Natur haben, gefördert werden. 

Für die Konstruktion des Turmes wird ausschliesslich Holz aus umliegenden Wäldern verwendet. Der Grossteil des Holzes, nämlich die Rundhölzer (Douglasien) und die Treppenstufen (Weisstannen) wurden im Frühjahr 2005 gefällt, von örtlichen Sägereien eingeschnitten und nun naturgetrocknet. Die Konstruktion in Rund- und Kantholz ist ein sinnvoller Ansatz für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. 

Der Holzturm hat eine überregionale Ausstrahlung. Seine moderne Architektur verbindet das traditionelle und beständige Material mit einem modernen Design. Die mächtigen Douglasienstämme aus den einheimischen Wäldern werden in ihrer ursprünglichen runden Form verwendet. In der Gesamtkonstruktion verschwindet dann aber das Schwere des Rundholzes dank der dem Holzturm eigenen Leichtigkeit.

Der Holzturm setzt ein erneutes Zeichen für den Bau- und Werkstoff Holz. Unsere Wälder produzieren das Holz mit einer Nachhaltigkeit der reinsten Form und das auch noch CO2 neutral. Auch für sehr anspruchsvolle Bauvorhaben und Anwendungszwecke liefert unser Wald genügend Holz und in hervorragender Qualität. Der Holzturm wird der Verwendung von einheimischen Holz neue Impulse geben. Nach der Realisierung der Kantonsschule in Holzbauweise bekennt sich die Region Wil mit dem Holzturm ein weiteres Mal explizit und in markanter Art und Weise zum  einheimischen Wald und Holz.

Homepage von Professor Julius Natterer


 
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